PFAS

PFAS sind eine große Gruppe fluorierter Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Produkten eingesetzt wurden. Im Alltag taucht das Thema oft im Zusammenhang mit Teflon® bzw. Antihaft-Beschichtungen auf. Wichtig ist dabei die Unterscheidung: PFAS ist der Oberbegriff, PTFE ist ein Fluorpolymer, das unter dem Markennamen Teflon® bekannt wurde.

PFAS / Teflon – was steckt dahinter, welche Risiken gibt es und welche Alternativen kommen infrage?

Was sind PFAS?

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Diese Stoffgruppe umfasst sehr viele einzelne Chemikalien, die besonders langlebig sind und in der Umwelt nur sehr langsam oder gar nicht abgebaut werden. Deshalb werden PFAS oft auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.

PFAS wurden unter anderem in Beschichtungen, Verpackungen, Textilien, Papier, Feuerlöschschäumen und in manchen technischen Anwendungen eingesetzt. Das Problem: Viele PFAS sind sehr persistent und können sich in Umwelt, Wasser und Nahrungskette anreichern.

Kurz erklärt

  • PFAS = große Stoffgruppe fluorierter Chemikalien
  • PTFE = ein Fluorpolymer innerhalb dieses chemischen Umfelds
  • Teflon® = bekannter Markenname für PTFE-Produkte
  • zentraler Kritikpunkt: sehr hohe Umweltpersistenz

PFAS, PTFE und Teflon® – was ist der Unterschied?

Im Alltag werden diese Begriffe oft gleichgesetzt, chemisch ist das aber nicht ganz korrekt. PFAS ist der Oberbegriff für eine große Stoffgruppe. PTFE ist ein Fluorpolymer, das in Antihaft-Beschichtungen bekannt wurde. Teflon® wiederum ist ein Markenname für PTFE-basierte Produkte.

Für Verbraucher ist deshalb wichtig: Wenn über PFAS-Risiken gesprochen wird, geht es meist um die gesamte Stoffgruppe und ihre Umwelt- und Belastungspfade – nicht nur um einzelne Antihaft-Pfannen.

Welche Risiken werden mit PFAS verbunden?

PFAS stehen vor allem wegen ihrer Langlebigkeit und weiten Verbreitung in Umwelt und Nahrungskette in der Kritik. Europäische und internationale Behörden bewerten PFAS seit Jahren intensiv, insbesondere im Hinblick auf die Aufnahme über Lebensmittel und Trinkwasser.

Bei einzelnen gut untersuchten PFAS wurden gesundheitliche Zusammenhänge diskutiert, etwa mit Veränderungen von Cholesterinwerten, Leberwerten, Immunantwort und Entwicklungsparametern. Entscheidend ist dabei: Die Risikobewertung bezieht sich vor allem auf bestimmte PFAS und auf die gesamte Exposition – nicht allein auf ein einzelnes Produkt im Haushalt.

Wie riskant sind PTFE- bzw. Teflon®-Beschichtungen im Alltag?

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gelten Antihaft-Beschichtungen aus PTFE im Alltag grundsätzlich als unproblematisch. Relevant wird das Thema vor allem dann, wenn beschichtetes Kochgeschirr stark überhitzt, insbesondere leer auf hoher Stufe. Dann können Temperaturen erreicht werden, bei denen gesundheitlich problematische Zersetzungsprodukte entstehen können.

Für den Alltag heißt das: Antihaft-Beschichtungen sollten nicht leer überhitzt, beschädigte Beschichtungen nicht unnötig weiterverwendet und Küchenutensilien so gewählt werden, dass die Oberfläche nicht verkratzt wird.

Worauf Verbraucher achten können

  • beschichtete Pfannen nicht leer auf höchster Stufe erhitzen
  • stark beschädigte Antihaft-Beschichtungen eher austauschen
  • Holz-, Silikon- oder andere schonende Küchenhelfer verwenden
  • bei häufiger Nutzung auf langlebige, unbeschichtete Alternativen achten

PFAS im Trinkwasser

PFAS gelangen nicht nur über Produkte in die Umwelt, sondern können sich auch im Wasserkreislauf anreichern. Deshalb wurden in Deutschland und der EU erstmals verbindliche Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser eingeführt.

  • ab 12. Januar 2026: 0,1 µg/L als Summengrenzwert für 20 PFAS
  • ab 12. Januar 2028: zusätzlich 0,02 µg/L für die Summe aus PFHxS, PFOS, PFOA und PFNA

Diese Grenzwerte sollen helfen, die Gesamtbelastung über Trinkwasser zu begrenzen. Gerade deshalb wird das Thema PFAS heute nicht nur bei Kochgeschirr, sondern auch bei Leitungswasser und Filtersystemen diskutiert.

Kann man PFAS aus Trinkwasser filtern?

Bestimmte Filtertechnologien wie Aktivkohle oder spezielle Membranverfahren können PFAS teilweise aus Wasser entfernen. Welche Filterlösung geeignet ist, hängt immer vom konkreten Einsatzbereich und von den vorhandenen Stoffen im Wasser ab.

Mehr dazu findet sich im Bereich Wasserfilter und Filtergeräte.

Edelstahl als Alternative zu PFAS-basierten Beschichtungen

Wer auf beschichtete Lösungen möglichst verzichten möchte, greift bei Produkten für Essen und Trinken häufig zu Edelstahl. Edelstahl kommt ohne Antihaft-Beschichtung aus, ist robust, langlebig, geschmacksneutral und für viele Anwendungen im Alltag sehr gut geeignet.

Gerade bei Trinkflaschen aus Edelstahl, Brotdosen aus Edelstahl und anderen Behältern für Lebensmittel punktet Edelstahl durch seine Beständigkeit, einfache Reinigung und lange Nutzungsdauer.

Eigenschaft Beschichtete Antihaft-Lösung Edelstahl
Beschichtung ja nein
Langlebigkeit je nach Nutzung begrenzt sehr hoch
Pflege schonend behandeln robust und pflegeleicht
Materialgefühl funktional, aber empfindlicher pur, stabil, langlebig

Warum das Thema für Trinkflaschen und Brotdosen relevant ist

Auch wenn Teflon® vor allem mit Pfannen verbunden wird, suchen viele Menschen grundsätzlich nach möglichst unbeschichteten und langlebigen Materialien für den Kontakt mit Lebensmitteln. Im Bereich Trinkflaschen, Lunchboxen und Brotdosen fällt die Wahl deshalb oft bewusst auf Edelstahl.

PFAS vermeiden – warum viele zu Edelstahl greifen

Wer Produkte für Lebensmittel möglichst einfach, langlebig und ohne zusätzliche Beschichtung wählen möchte, entscheidet sich oft für Edelstahl.

  • ohne Antihaft-Beschichtung
  • robust und langlebig
  • geschmacksneutral
  • ideal für Getränke und Lebensmittel unterwegs

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Häufige Fragen zu PFAS und Teflon

Was ist der Unterschied zwischen PFAS und Teflon®?

PFAS ist der Oberbegriff für viele fluorierte Chemikalien. Teflon® ist ein Markenname, der meist für PTFE verwendet wird.

Ist Teflon® im normalen Gebrauch gefährlich?

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gelten PTFE-Beschichtungen grundsätzlich als unproblematisch. Problematisch kann starke Überhitzung werden.

Warum stehen PFAS in der Kritik?

Vor allem wegen ihrer hohen Persistenz in Umwelt und Nahrungskette. Einige PFAS werden zudem intensiv im Hinblick auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen bewertet.

Gibt es PFAS auch im Trinkwasser?

Ja, PFAS können in den Wasserkreislauf gelangen. Deshalb gelten in Deutschland und der EU inzwischen verbindliche Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser.

Welche Alternative passt gut zu Produkten für Essen und Trinken?

Für Trinkflaschen, Brotdosen und Lunchboxen ist Edelstahl eine beliebte Alternative, weil das Material langlebig, robust und unbeschichtet ist.

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